Leserbrief zum Interview mit Frau Staatssekretärin Elke Zimmer im MM am Freitag, 8.10.21

Bild 3 Sonja an Kretschmann 21.01.2021

Leserbrief zum Interview mit Frau Staatssekretärin Elke Zimmer im MM am Freitag, 8.10.21,
„Höre oft: Wann ist es endlich fertig?“

Die Bürgerinitiative „Kein RadSCHNELLweg am Neckarkanal- es gibt sinnvolle Alternativen“ begrüßt die Idee, eine Verkehrswende herbeizuführen. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, CO2 einzusparen. Wir befürworten den Bau von Radschnellwegen, sind aber GEGEN die geplante Trassenführung am Neckarkanal. Es gäbe die Möglichkeit, den RSW auf alternativen Routen durch Ilvesheim zu führen. Dadurch würden deutlich weniger Flächen versiegelt, weniger Bäume gefällt werden und der Neckarkanalweg als Spazier- und Radweg für alle Bürger*innen würde in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. Frau Zimmer antwortet auf die Frage nach der Realisierung des RSWs in der Metropolregion, dass „eventuell Parkplätzte wegfallen und eventuell ein Baum gefällt werden muss“.
Bei uns in Ilvesheim werden an der geplanten Trasse (ca.3 km lang) insgesamt 47-57 Parkstände in den drei Straßen wegfallen. Es werden 20 Bäume gefällt werden, das kann man online unter https://www.radschnellweg-hd-ma.de/downloads einsehen.
Hinzukommen Gehölzstrukturen, die gerodet, überbaut und/ oder beseitigt werden, wie uns der Landtag BW auf unsere Onlinepetition antwortet. Flächen werden versiegelt, Tiere werden „vergrämt“. Ist das praktizierter Umweltschutz? Wir sagen NEIN, denn die gewachsenen grünen Flächen und Strukturen fehlen Mensch und Tier!
Auf die Frage nach einem Knackpunkt, der Passage am Neckarkanal, verweist Frau Zimmer auf Berichte aus Essen und Mühlheim. Warum denn das? Ilvesheim liegt näher an Mannheim als die Städte im Ruhrgebiet. Nach unseren Gründen zu fragen wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Bei uns ging es unter anderem darum, den Bewohner*innen des Vetterstifts (Alten- und Pflegeheim) weiterhin einen ungehinderten Zugang zu ihrem Spazierweg am Neckarkanal zu erhalten. Ursprünglich sollte die Trasse direkt am Parkausgang des Heims entlangführen. Unsere Senior*innen hätten den RSW überqueren müssen, um spazieren zu gehen. Das wäre bei der avisierten Auslastung des RSWs mit bis zu 3100 Radler*innen schwierig oder gar unmöglich geworden.- Hier waren wir erfolgreich, der Weg führt nicht mehr direkt an den Grundstücken unserer „Promenade“ vorbei.
Eine Anmerkung zu den Kosten: bislang wurden die Kosten für den RSW von MA nach HD mit 12- 13 Millionen Euro beziffert. In kürzlich veröffentlichten Artikeln lese ich von 40 Millionen, Frau Zimmer spricht von 48 Millionen Euro.- Leute, das Projekt steht bislang nur auf dem Papier! Was kostet es denn, wenn der RSW realisiert ist? Wie beim Metzger: darfs etwas mehr sein???
Zum Schluss ein kleiner Schwenk in die große Politik, liebe Politiker*innen von den GRÜNEN und der SPD: ein allgemeines Tempolimit würde zusätzlich auch viel CO2, Energie und Kosten sparen!
Schade, Chance vertan- dafür versetzen wir in Ilvesheim jetzt Bäume……

Ruth Artmeier; Ilvesheim
für die Bürgerinitiative „Kein RadSCHNELLweg am Neckarkanal- es gibt sinnvolle Alternativen“.

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